Ausgangslage
In vielen Schulen wird zunehmend erkannt, wie positiv sich ein Hund auf das Lernklima und das Wohlbefinden der Kinder auswirken kann. Ein Schulhund ist weit mehr als ein Begleiter – er kann helfen, Stress und Ängste abzubauen, die Motivation und Konzentration zu fördern, eine entspannte Lernatmosphäre zu schaffen und das Klassenklima nachhaltig zu verbessern. Zudem stärkt ein Hund die emotionalen und sozialen Kompetenzen der Kinder und fördert Verantwortungsbewusstsein und Empathie.
Hunde begegnen Kindern wertfrei. Sie fragen nicht nach Noten, beurteilen keine Leistungen und schenken jedem Kind die gleiche Aufmerksamkeit. Ein gut ausgebildeter Schulhund wirkt beruhigend, motivierend und unterstützend – sozial, emotional und kognitiv.
Ein Schulhund ist keine spontane Entscheidung, sondern eine bewusst gewählte Bereicherung des Schulalltags. Ich freue mich darauf, diese wertvolle Erfahrung mit angehenden Teams zu teilen.
Voraussetzungen
Der zukünftige Schulhund sollte seine Welpen- und Junghundezeit ohne spezifische Aufgaben verbracht haben und in guter gesundheitlicher Verfassung sein. Da sich Hunde individuell entwickeln, gibt es kein festgelegtes Mindestalter. Eine vollständige Grundimmunisierung ist erforderlich, und der Impfschutz muss regelmässig aufgefrischt werden.
Der Hund sollte über ein solides Grundgehorsam verfügen, freundlich und offen gegenüber Menschen sein und keine Anzeichen von Aggressivität oder ausgeprägtem Ressourcenverhalten zeigen. Eine hohe Frustrationstoleranz sowie die Bereitschaft, sich auf neue Situationen einzulassen, sind essenziell. Ebenso wichtig ist, dass er sich in einer lebhaften Umgebung wohlfühlt.
Der Mensch hinter dem Schulhund sollte Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben und sich selbst zugunsten des Hundes und der Gruppe zurücknehmen können. Belastbarkeit und Flexibilität sind hilfreich, da der Schulalltag manchmal herausfordernd sein kann. Der Einsatz des Hundes erfolgt stets freiwillig – er soll nicht müssen, sondern dürfen.
Je nach Schule, Klassengrösse und Einsatzgebiet können die Anforderungen variieren. Im Erstgespräch werden daher sowohl Hund als auch Mensch individuell geprüft und auf die Besonderheiten des Schulbetriebs vorbereitet.
Ziel
Qualifizierte Schul- und Schulbegleithundeteams für einen modernen Schulalltag.
Mein Anspruch ist es, bestens ausgebildete Teams zu formen, die nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Lern- und Verhaltensforschung arbeiten. In der Ausbildung lege ich besonderen Wert darauf, dass Mensch und Hund als harmonisches Team agieren und dass die Integration des Hundes im Schulalltag bewusst, respektvoll und ohne Druck erfolgt.
Die Ausbildung vermittelt sowohl theoretisches Wissen als auch praxisnahe Methoden, damit Lehrkräfte, Pädagog:innen und Schulbegleiter:innen sicher und professionell mit ihren Hunden arbeiten können. So entstehen Teams, die den Schulalltag bereichern und das Wohlbefinden aller Beteiligten nachhaltig fördern.
Grundlage
Die Ausbildung basiert auf aktuellen Erkenntnissen aus Lerntheorie und Verhaltensbiologie und fördert eine klare, gewaltfreie Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Im Mittelpunkt stehen eine respektvolle Beziehung, gegenseitiges Verständnis und die Freude am gemeinsamen Lernen.
Vermittelt wird, wie Hundesignale richtig gedeutet, Überforderung vermieden und eine vertrauensvolle Bindung aufgebaut werden kann. Durch positive Verstärkung und individuelle Belohnungsmethoden entsteht ein starkes Team, das auch nach der Ausbildung selbstständig und sicher zusammenarbeitet.
Jegliche Form von Gewalt oder Zwang lehne ich strikt ab. Der Fokus liegt auf einer positiven, vertrauensvollen Zusammenarbeit, sodass Mensch und Hund eine harmonische Einheit bilden und bestmöglich auf ihre gemeinsame Aufgabe vorbereitet sind. Nur was positiv aufgebaut und verknüpft wurde, bleibt langfristig bestehen und führt zu nachhaltigem Erfolg – für Hund und Mensch.
